einen „Augen-Blick“ bitte – Teil 1

Liebe Leser,

heute möchte ich zu einem Thema schreiben, was mich immer wieder bewegt … unsere Augen. Schon unser Vorfahren sagten, unsere Augen sind der Spiegel der Seele. Und ich glaube, da ist viel Wahrheit dabei. Wenn wir uns in die Augen schauen, dann können wir mehr als nur die Farbe der Augen sehen. So sind uns Synonyme, wie zum Beispiel „sich auf Augenhöhe begegnen“, „ein Auge zudrücken“, „den Augapfel hüten“  usw. wohl bekannt.

Doch wie läuft das im Alltag?

Manchmal gehe ich ganz bewusst auf die Straße und schaue den mir entgegen kommenden Menschen in die Augen.

Bei einigen gelingt es mir gar nicht, weil Sie ihren Blick fest auf den Weg gerichtet halten. Bei anderen Menschen habe ich das Gefühl, dass Sie durch mich hindurch sehen. Ihr Kopf ist zwar aufgerichtet und die Augen schauen nach vorn, doch Sie sehen mich nicht. Andere sehen mich kurz an und schauen dann gleich wieder weg. In ihren Gesichtern erkenne ich Unsicherheit. Wie kann es sein, dass mich eine vollkommen fremde Frau anschaut … und mir sogar noch ein Lächeln schenkt?
Und bei wieder anderen Menschen sehe ich Trauer, Schmerz und Angst, so als ob Sie ihre Gefühle verbergen möchten, wenn Sie gleich wieder weg schauen.

Und dann gibt es auch Menschen, die schauen mich offen an, sehen mein Lächeln und schenken mir ein Lächeln zurück. Und das tut uns beiden gut, dieser kurze Moment des Kontaktes und des Austauchens… obwohl wir uns überhaupt nicht kennen, wir erkennen uns … als Menschen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein frohes Fest
und einen lächelnden Start in’s Jahr 2017.

Herzlichst, Manuela Hüller